Fazit...
Nach der langem Auseinandersetzung mit Théodor Géricault, als Person und ins besondere mit seinem Werk "Das Floß der Medusa" kann man vor allem eins sagen: Es ist bedauernswert, das ihm zu seinen Lebzeiten nicht die gleiche Anerkennung zukam wie nach seinem Tod.
Théodor Géricault war ein recht unbekannter Künstler, als er mit der Arbeit für sein Bild "Floß der Medusa" begann. Sein Gemälde ist heute unumstritten sein größtes Werk und wird gebührend im Louvre in Paris ausgestellt. Das Bild misst 7, 16 x 4,91 Metern, es ist mit Öl auf Leinwand gemalt und ist wahrscheinlich schon durch seine Größe faszinierend.
Sehr beeindruckt waren wir von der Art und Weise wie Géricault die Arbeit an dem Gemälde angegangen ist. Er hat akribisch alles hinterfragt und recherchiert, sich mit Augenzeugen getroffen und eine Vielzahl von Körperstudien angefertigt. Ein ganzes Jahr lang hat er für die Vorbereitungen aufgebracht, um so ein möglichst genaues Abbild der Geschichte zu schaffen.
Zur heutigen Zeit wäre die Geschichte der Méduse wohl ein riesen Erfolg in allen Kinos. Beim erarbeiten dieses Blogs kam immer wieder der Vergleich mit der Geschichte der Titanic ins Gespräch. Auch dort wurde von Menschen über das Leben anderer Menschen gerichtet. Leute mit Befehlsgewalt trafen Entscheidungen, welche den Tod von Menschen bedeuteten.
Théodor Géricault schien von dieser Grausamkeit so angeregt gewesen zu sein, dass er all seine Zeit und Energie für das Gemälde hingab.
Betrachtet man die Leichen auf dem Floß mit dem Wissen, wie schockiert Théodor Géricault von den barbarischen Zuständen der Ereignisse war, so darf man Fragen: Sind sie zufällig so angeordnet?
Die toten Körper auf dem Floß hängen teilweise im Wasser. Es wirkt, als würden sie das Floß bremsen.
Wollte Théodor Géricault hier den Verlust der Humanität darstellen? Der Mensch, der sich oft selbst im Weg steht. Auf kosten Anderen sein eigenes Wohl in den Vordergrund hebt und somit vom rechten Weg abkommt.
Als Gegenstück hierzu platzierte er im oberen Teil eine Menschenpyramide, die für Hoffnung steht. Diese wirkt gestützt von den Toten am Boden.
Die Rettung scheint bei der Stimmung des Gemäldes eher wie eine Illusion der müden Seelen auf dem Floß. Interessant hierbei ist, dass Théodor Géricault einen farbigen Mann an die Spitze dieser Menschenpyramide setzte. Rassentrennung war zu seiner Zeit noch ein heikles Thema und hier versteckte er eine politische Äußerung geschickt in seinem Bild.
Auch stellt er die Regierung Frankreichs bloß, da dieses Schiffsunglück nur durch unüberlegtes Handeln des Marineministers geschehen konnte. Er überließ einem Kapitän die Verantwortung, der über 20 Jahre kein Schiff steuerte. Dies war ein Ereignis das die französische Regierung wohl lieber vergessen wollte. Géricault jedoch verbildlichte die Folgen und kritisierte mit seiner Kunst die Regierung.
Wir hoffen, Sie hatten Freude bei der Entdeckung unseres Blogs.
Mit freudlichem Gruß
Caroline & Laura
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